Archiv der Kategorie: Konzert

Erst wenn MTV wieder Musik spielt

Mein 2. Konzertkontakt mit Casper war wieder mal in Stuttgart im LKA Longhorn. Großartiges Konzert. Das Publikum war total cool, da es eine Mischung aus Hip-Hop-Heads und Indieleuten war. Irgendwie sympathisch das zwei Subkulturen so angenehmen nebeneinander, aufeinander und untereinander existieren können, das kommt auf den jeweiligen Mosh Pit an. Indietracks wie vom Album XOXO werden genauso gefeiert wie oldschool Hip Hop Nummern wie Mittelfinger hoch. Daumen äh Mittelfinger hoch!

Beste Schulband Bayerns: Die Senftuben

Am Freitag wurde ich zu einem Schulbandcontest im Mozart-Schönborn-Gymnasium eingeladen. Gesucht wurde die beste Schulband Bayerns. Teilnehmer aus ganz Bayern waren vertreten, darunter auch zwei Bands aus Würzburg. Neben Coverbands, Rockbands waren auch 2 Big-Bands (u.A. Celtis aus Schweinfurt) im Teilnehmerfeld. Nach den Auftritten der Bands war meine Meinung etwas zweigespalten. Die beste Band des Abends waren die Mustard Tubes von der FOS in Traunstein, die dann den Contest auch gewannen und ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro erhielten. Zweigespalten deshalb da die Mustard Tubes 2010 schon den Preis „Deutschlands beste Schulband“ gewannen und sich nun eher als „normale“ Indie/Rockband positionieren. Die Routine war der Performance und den Songs einfach anzumerken. Beste echte Schulband war meines Erachtens Devolution vom Röntgen-Gymnasium. Schöne Rocksongs die im Ohr bleiben. Ich hoffe die Jungs bleiben am Ball und vielleicht sieht/hört man sie in Würzburg ja von nun an öfter, ich würde mich freuen.

Devolution auf dem Schulbandcontest

Umsonst & Draußen – Der Samstag oder Das Plädoyer #udwue

Man kriegt in der Welt ja heutzutage ständig etwas geschenkt. Ob nun der USB-Stick von der Versicherung, die Käseprobe im Supermarkt, das total umsonstige Mainpostprobeabo oder das Coca Cola Lanyard. Man freut sich 5-30 Sekunden und schon ist es wieder vergessen.

Es gibt aber einen Verein in Würzburg der schenkt der gesamten Region jedes Jahr aufs Neue etwas, das man nicht kaufen kann:

3 Tage Spaß.
3 Tage Emotion.
3 Tage Musik.

Dieser Verein heißt Umsonst & Draussen e.V. und wird durch viele ehrenamtliche Helfer mit Leben gefüllt. Jedes Jahr stellen diese ein Festival auf die Beine welches dieses Jahr ca. 80.000 Menschen angezogen hat. Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht, man hat einige neue Bands und viele neue Menschen kennengelernt. Nächstes Jahr feiert das U&D Silberhochzeit und ich werde gerne wieder meinen Teil dazu beitragen.

Leider war der Samstag 2011 mein letzter Tag auf dem U&D. Als ich auf dem Gelände ankam war Gold Minor gerade beim Soundcheck. Dort vernahmen meine verwöhnten Ohren ein Riff von Oasis. Dann kurz die Programmheftapp gecheckt und aaah Gold Minor versprechen Brit-Pop. Dieses Versprechen wurde dann auch eingehalten. Sehr eingängige Gitarren-Popsongs für den späten Nachmittag. Danach hörte ich mir auf Grund von Empfehlungen den Kellner an. Der Bayern-3 Newcomer des Monats gefiel mit einer sehr angenehmen Stimme, löste allerdings Hunger aus. Nach Kassler, Sauerkraut und Spätzle ging es zur Hartwurstfraktion. Die Ghostrockets auf der Drinnen-Bühne rotzten ein ordentliches Rockbrett in die Menge. Der Sänger mit starkem Bewegungsdrang muss in einen früheren Leben Flummi gewesen sein. Die Bühnenpräsenz war sehr beeindruckend. Ein kurzer Zwischenstopp bei Pohlmann zeigte das dieser nicht nur rocken sondern auch ganz viele Menschen anziehen kann. Vor dem Cola Sound Up Truck hatte sich eine riesige Crowd gebildet die dem König der Straßen bestimmt noch länger zugehört hätten.

Der krönende Abschluss meines Festivals war dann Alin Coen mit ihrer Band. Sehr emotionale Songs, getragen von einer filigranen Stimme die vielen die Gänsehaut auf die Arme trieb. Darauf ein beherztes: „Hach“.

Und nicht vergessen:

Spread the word: U&D? HINGEHEN!

Umsonst & Draußen – Der Freitag #udwue

Da ich, wie immer, etwas spät aufs Gelände kam, waren die ersten Bands schon am Spielen. Was macht man zuerst wenn man aufs Festival geht? Richtig! Was essen. Die Spaghetti waren übrigens sehr lecker. Danke Catering. Auf meinem Weg zum Kinder-Kultur-Zelt blieb ich an der U25-Bühne hängen. Dort spielten Rescue The Lifeguard. Die sehr jungen Jungs sorgten für Kurzweil, allerdings leider nicht auf Grund von Eingängigkeit. Es wurde gegrowlt gescreamed und der Sound war insgesamt sehr avantgardistisch (jeder Musiker spielt zu seinem eigenen Takt ;)). Der letzte Song war dann ohne Drums, da sie den Drummer erst einen Tag zuvor eingelernt hatten. Das könnte auch die Timingschwierigkeiten erklären. Nach einem kleinen Spaziergang übers Gelände wollte ich eigentlich rechtzeitig bei Chapeau Claque sein, bleib aber wieder an der U25-Bühne hängen. Dort rockten die Deaf Earplugs. Sehr sehr geile Mucke. Irgendwo zwischen System of a Down, Incubus sowie Thrash-Metal haben die Jungs ihren Stil manifestiert. Definitiv empfehlenswert!

Fast pünktlich war ich dann bei Chapeau Claque auf der Drinnen-Bühne, die mir erst durch den Bundesvision Songcontest 2007 bekannt wurden. Ich würde ihre Musik als Pop für Fortgeschrittene bezeichnen. Sehr intelligente Texte, über die man auch mal etwas nachdenken kann, sowie eine Musikuntermalung die auch das Rhythmusohr herausfordert. Schöne, sanfte Show mit hohem Frauenanteil im Publikum.

Im Kinder-Kultur-Zelt konnte ich mich dann endlich auch einmal hinsetzen. Dort lief den ganzen Tag das Programm „3 Songs“. Zuerst gab es allerdings einen kurzen Komplettstromausfall im Zelt, der aber nach geschätzten 3 Minuten wieder in Ordnung gebracht wurde. Egal, jede Band die sich dazu berufen fühlte konnte sich bewerben um 3 Songs vor dem Publikum vortragen zu dürfen. Die ein oder andere Perle war hier auf jeden Fall dabei. Nach 6 Songs, also 2 Bands ging es nochmal schnell zur Drinnen-Bühne um dem Rest von Solander aus Schweden beiwohnen zu können. Leider habe nur einen kurzen Eindruck gewinnen können. Der behagte aber. Tolle Songs von einem etwas schüchternen Frontmann, dazu eine E-Bratsche? auf der Bühne. Gut.

Utidur aus Island ließen derweil die Draußen-Bühne platzen. Man lief Richtung Muschel und hatte immer mehr das Gefühl in einer anderen Welt anzukommen. Island hat nicht umsonst den Ruf, eine ganz große Musikszene zu besitzen. Die Songs kamen wie aus einer anderen Sphäre. Unter die ca. 10 Menschen auf der Bühne hatte sich auch ein Engel geschlichen, der sogar sang und wie ein Derwisch auf der Bühne herumsprung. Utidur hätte ich noch 1-2 Stunden zuhören können. þakka þér sag ich da.

Um den Abend ausklingen zu lassen stopfte ich mich dann noch in das &-Zelt welches nur kurz vor dem Platzen stand um dem Poetry Slam beizuwohnen. Der gewohnt kurzweilig agierende Moderator Christian Ritter führte durch den Abend. Es wurde über Ganseblümchen, das Ende unserer Zeit, MOPFLROPF und vielem mehr geslammed. Verdienter Gewinner wurde dann der Struwelpeter 2.0-Beitrag eines Würzburgers.

Und wer jetzt immer noch nicht auf dem U&D war: HINGEHEN!

Umsonst & Draußen – Der Donnerstag #udwue

Endlich war es soweit, dass Umsonst & Draußen Festival 2011 stand endlich vor der Tür. Pünktlich zu den ersten Tönen von Pornophonique kam dann auch der ersehnte Regen. Ähhh…ne, wir sind hier nicht auf der Gartenschau in Kitzingen. Den Veranstaltern ging der Allerwerteste wahrscheinlich auf Grundeis, aber nach ein paar Minuten Nieseln war der Spuk auch schon wieder vorbei und die Sonne lachte uns ins Gesicht. Ich bin ja der Meinung der Himmel weinte Freudentränen, weil es endlich losging, aber egal.

Die erste Band ich mir ansah waren die V8 Wankers auf der Drinnen-Bühne. Der Soundcheck ließ allen Gitarristen schon die Gänsehaut sprießen. Astreiner Röhrensound aus einem Marshall- und einem Orangestack. Lecker! Kurz darauf rotzten die selbsternannten Wichser auch schon los. Es gab Punk-’n‘-Roll direkt ins Gesicht. Der leicht plautzige und braungebrannte Sänger (direkt aus dem Urlaub aufs U&D) führte nicht nur seine kraftvolle Stimme sondern auch allerlei Unabziehkörperbilder der Masse vor. Nach einem Gruß an die Eierstöcke aus Stahl (Referenz auf den Duke?) war das Set vorbei.

Ein Spaziergang übers Gelände führte mich unter anderem an der Fotoausstellung von Tilman Hampl sowie an den zahlreichen Verpflegungsstationen vorbei. Das Festivalgelände hatte sich schon ordentlich gefüllt. Nächste Station war dann wieder auf der Drinnen-Bühne: Rich Aucoin. Die 2 Jungs aus Kanada, bestehend aus dem Flummifrontmann (der Typ befand sich mehr im Publikum als auf der Bühne) und einem Schlagzeuger fabrizierten elektronischen Punk-Pop. Sehr kurzweilig, da die Performance von vielen Youtube-Klassikern bzw. teilweise Prä-Youtube-Goldstücken per Beamer durchsetzt wurde. Teile der Videos wurden gesampled und darauf bauten dann einige Songs. Dem Publikum gefiel es und brachten dementsprechend ihren Einsatz für ein gelungenes Set. Fun Fact: Rich Aucoin haben noch keine Platte veröffentlicht deshalb projizierte der Sänger am Ende der Show einfach seine kanadische Handynummer an die Leinwand mit der Bitte, wenn einem die Musik gefällt ihm doch einfach eine SMS zu schicken. Er beantwortet sie dann mit einem Link unter dem man ihre Musik downloaden kann. Nehmt DIES Plattenfirmen! Im September erscheint übrigens ihr 1. Album. Reinhören ist sicher nicht verkehrt.

Als Kontrast zu Rich Aucoin sah ich mir dann noch das restliche Programm von The New Black an. Die Würzburger Hard-Rock-Band bot ordentlich Kopfschüttepotential inklusive Wall of Death. Laut einem Beteiligten aus dieser lustigen Gruppenformation erfuhr ich nachher das sich alle Wall-of-Death-erprobten Kombattanten nur auf einer Seite befanden, es kam aber nach meinem Wissensstand nicht zu schweren Verletzungen 😉

Im Kinder-Kultur-Zelt wohnte ich dann einer testosterontriefenden Lesebühnendarbietung bei. Ganz großes lyrisch-poetisches Tennis! Andy Strauß und Christian Ritter trugen aus ihren Büchern verschiedenste Gedichte/Texte vor und sorgten bei allen Zuschauern für Kurzweil. Merksatz: „Moderne Paare teilen sich die Frauenarbeit“. Von der Mama der man zum 276845 mal erklärt wie copy & paste funktioniert bis zum Gedicht in einer Sprache die nur in einem Dorf gesprochen wird in der drei Personen leben die allerdings alle Andy Strauß sind. Alles dabei. Am Freitagabend findet an gleicher Stelle um 00:00h ein Poetry Slam statt. Prädikat: HINGEHEN!

Achja generell U&D: HINGEHEN!

And still money left to burn

– Archivtext –

Mittlerweile auch fast wieder einen Monat her ist mein Konzertbesuch bei Kettcar. Die aus Hamburg stammende Band gab am 23.07.2007 im Soundpark Ost in Würzburg ein wirklich schönes Konzert. Leider kannte ich nur das 1. Album namens „Du Und Wieviel Von Deinen Freunden“ was sich aber als nicht tragisch herausstellte, da wirklich viel von diesem Album gespielt wurde. Vorband war eine Kapelle deren Namen ich vergessen habe, sie spielten ganz netten Indierock mit etwas vertrackteren Rhythmen aber nichts was sich wirklich ins Ohr einbrennt. Zum Einstieg performten Kettcar dann die Singleauskopplung aus ihrem letzten Album „Von Spatzen und Tauben Dächern und Händen“ nämlich „Deiche“. Dieser Song kam beim Publikum gut an und kann wohl als erfolgreichster und bekanntester Song des Albums bezeichnet werden. Nachdem das Eis sozusagen sofort gebrochen war boten Kettcar einen wirklich netten Auftritt dar. Die Hamburger sind wirklich sehr sympatische Gesellen und Marc Wiebusch tut sein übriges dazu. Natürlich wurden so großartige Stücke wie „Landungsbrücken raus“ oder „Im Taxi weinen“ gespielt. Außerdem hat man den Eindruck das Kettcar live sehr viel rockiger aufspielen als auf ihren zum Verkauf stehenden Tonträgern. Das Publikum war gefesselt und forderte zu Recht mehrere Zugaben. Die Rufe wurden erhört und unter anderem der „Mädchensong“ Balu kredenzt. Alles in allem lässt sich festhalten das ein Besuch eines Kettcarkonzertes ein wirklich lohnenswertes Unterfangen ist und man ein intimes Konzert mit tollen deutschen Texten und rockigen Tönen dargeboten bekommt.

Der Apfelmann nimmt seinen Hut

– Archivtext –

Eine große Verbindung zu Blumfeld und deren Musik hatte ich eigentlich nie, aber als ich dann lesen musste das die Band auf Abschiedstournee geht und sich danach auflöst hat mich dann schon die Neugier gepackt und ich wollte wenigstens einmal ein Blumfeld-Konzert sehen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis auf das letzte Album nie ein ganzes Blumfeld-Album hören konnte und von daher mit den meisten Songs nicht direkt etwas anfangen konnte. Da ich vorher noch mit Freunden gegrillt hatte kam ich am 20.05.2007 etwas zu spät am AKW an und das Konzert war schon voll im Gange. Das AKW war gut gefüllt und das Publikum war sehr gemischt. Von mittelalterlichen Herrschaften bis zum erwarteten Studentenklientel war alles da. Die Band sang und spielte sich routiniert durch ihr Set, auch wenn ich viele Songs nicht kannte, konnte ich mich der blumfeldschen Leichtigkeit nicht verschließen. Die ziemlich intelligenten Texte waren zum Glück gut verständlich und Frontmann Jochen Distelmeyer ist einfach ein wahnsinnig sympathischer Geselle. Viele Stücke sind nur spärlich instrumentiert und basieren meistens auf der Akustikgitarre. So schritt der Abend auch mit schnellen Schritten dem Ende entgegen und auf einmal war dann auch schon das letzte Lied gekommen. Zugaben gab es natürlich auch, die das Publikum euphorisierten aber auch melancholisch stimmten, schließlich stand das Ende kurz bevor. Zurückblickend lässt sich sagen, dass sich eine tolle deutsche Band aufgelöst hat und ich bin froh das ich wenigstens einmal live dabei sein konnte.

Die Happy again

– Archivtext –

Am 14.03.2007 war es mal wieder soweit, ich durfte endlich wieder ein Die Happy-Konzert besuchen. Das Letzte lag mittlerweile über ein Jahr zurück und zum Glück veröffentlicht die Band um Frontfrau Marta fast jedes Jahr ein Album was natürlich dazu führt das auch jedes Jahr ordentlich getourt wird. Diesmal lag der Ort der Veranstaltung allerdings nicht ganz so nah wie beim letzten Mal, aber die Fahrt nach Erlangen konnte ich fast ohne Zwischenfälle hinter mich bringen. Als ich angekommen war standen Disgroove auch schon auf der Bühne und überzeugten mich ein weiteres Mal von ihren Qualitäten. Die Jungs haben wirklich ein sehr gutes Gespür für ordentliches Riffing und die Songs sind alle kurzweilig und rocken ziemlich geradeaus. Diesmal hab ich auch die Chance wahrgenommen und das Album „Three“ der Band nach dem Auftritt erstanden, eine Investition die ich nicht bereut habe. Nach 45 Minuten Warm-Up durch Disgroove kamen Die Happy dann auf die Bühne. Marta wusste mit einem roten Hut zu gefallen und natürlich mit ihrer Stimme. Die Setlist war mit vielem Material der neuesten Platte bestückt was aber auch nicht verwundert. Trotzdem wurden Songs aller Platten gespielt und auch die alten Knacker wie „Supersonic Speed“ oder „Go for it“ wurden angestimmt. Vor der ersten Zugabe wurde dann auch noch „Kiss – God Gave Rock And Roll To You“ angespielt, schön! Das tolle aber auch traurige an Auftritten von Die Happy ist die Kurzweiligkeit. Es ist wirklich eine Frechheit wie schnell zwei Stunden vergehen können. Es wurden zwar zwei Zugaben gespielt aber eine halbe Stunde hätte ich und die Konzertmitbesucher bestimmt noch ausgehalten. Einen Vorwurf kann man der Band aber nicht machen. Die Happy sind wirklich eine tolle Liveband, man kann von den letzten Alben halten was man mag, aber auf der Bühne hat die Band eine unglaubliche Energie die sich auch auf das Publikum überträgt. Der Funke springt nach 10 Minuten über, was eine Menge Spaß garantiert und bei der nächsten Tour bin ich wieder dabei. Die Heimfahrt lief dann nicht ganz so reibungslos ab, da ich eigentlich nach Rothenburg wollte, aber in Würzburg ankam. Naja zum Glück hat man zwei Wohnsitze. 🙂

Du schreibst Geschichte im AKW

– Archivtext –

Ganz so überschwänglich wie sich die Überschrift gestaltet war der Auftritt von Madsen am 17.12.2006 im AKW nicht, dennoch war es ein sehr kurzweiliger Abend. Als Vorband traten Leo Can Dive auf, welche ich leider nicht ganz sehen konnte, da ich etwas zu spät dran war. Es fühlte sich wie ganz netter Indie-Rock der Spaß machte an und verkürzte das Warten auf Madsen. Schöne schnörkellose Songs welche manchmal geradeaus rockten und manchmal auch mit etwas vertrackteren Rhythmen zu gefallen wussten. Danach kamen dann Madsen auf die Bühne. Das AKW war wirklich gut gefüllt was dazu führte das es wirklich sehr eng wurde und einige Leute hinter einer Wand stehen mussten und somit nicht viel der Band sehen konnten. Ich hatte etwas mehr Glück und konnte zentral alles beobachten. Madsen spielten einen Mix aus ihren 2 Alben wobei das 2. Album natürlich etwas mehr Platz bekam, trotzdem spielten sie „Die Perfektion“, „Unsichtbar“, „Panik“ und noch einige große Songs des 1. Albums. Zwischen den Songs machte Sebastian Madsen sehr nette Ansagen und stimmte als Interlude für verschiedene Songs unter anderem Sepultura, Wolfmother oder Jay-Z an. Als Musiknerd hab ich natürlich alle Stücke erkannt und mich entsprechend gefreut das Madsen so einen guten Musikgeschmack haben. Alles in allem war es wirklich ein schöner Abend mit tollen Rocksongs vorgetragen von einer sympathischen Band die das Publikum auch entsprechend müde hinterließ und das auch noch zu einem fairen Preis, was will man mehr…

Ab nach FURT

– Archivtext –

Es geschah am 17.11.2006 in der S. Oliver Arena in Würzburg. Es gastierte das Farin Urlaub Racing Team, bestehend aus Farin Urlaub, einer weiblichen Band, 4 Backgroundsängerinnen sowie den 4 Bläsern der Busters. Um 20.30h ging es direkt los und zwar ohne Vorband. Ob das Sinn macht oder nicht, darüber kann man sich streiten. Die Umbaupause zwischen Vorband und Hauptveranstaltung entfällt dadurch natürlich, was ich begrüßt habe. Die Arena war komplett ausverkauft was zur Folge hatte das sich rund 4.400 Menschen in die Halle drängten. Auf der einen Seite sehr eindrucksvoll aber es geht in meinen Augen auch viel Atmosphäre verloren. Unpersönlich war das Konzert jedoch auf keinen Fall da Farin Urlaub für seine witzigen Ansagen sowie spontanen Textänderungen bekannt ist. Gespielt wurde sehr viel Material, mit einer leichten Mehrheit an Songs vom zweiten Studioalbum, dazu ein paar B-Seiten sowie ein komplett neuer Song über die Beziehung zwischen Mann und Frau. Der Brecher „Zehn“ der ja aus dem Livealbum of Death ausgekoppelt wurde ist natürlich ein Klassesong für ein Livekonzert. Wenn 4.400 Menschen gleichzeitig in die Luft springen macht sich schon ein gutes Gefühl in einem breit. Ziemlich kaputtgerockt entließ das FURT nach 2 Zugaben das Publikum wieder in die nicht ganz so kalte Nacht. Als Fazit lässt sich sagen, das ein Besuch eines Farin Urlaub Konzertes definitiv lohnenswert ist, aber zusammen mit den zwei anderen Ärzten kommt meiner Meinung nach noch mehr Stimmung auf.